Wiebke Wenker

Spiritualität und Technologie

Für ihr Bachelorprojekt hat sich Wiebke Wenker theoretisch und gestalterisch mit den Themen Spiritualität und Technologie beschäftigt. Ihren Fokus richtet sie auf die Verknüpfung von analoger und digitaler Arbeit in der Mode. Sie erkennt Gemeinsamkeiten in Ritualen und Technik: ihr Wiederholungscharakter, ihre Regelhaftigkeit und ihre Logik. Diese Charakteristika bildeten die Grundlage für die praktische gestalterische Auseinandersetzung. Auch das Thema Transzendenz spielt in ihrer Arbeit eine entscheidende Rolle. Ursprünglich verortet in der Spiritualität, steht Transzendenz in ihrer Arbeit für das Überschreiten von analog zu digital. Für die praktische Arbeit wurden vier verschiedene Techniken ausgewählt, die auf den gemeinsamen Charakteristika von Ritualen und Technik basieren und einen Verlauf von analog zu digital darstellen. Der Ausführung dieser Techniken wurden weitere rituelle Eigenschaften hinzugefügt, indem sie regelmäßig und in einem bestimmten Rahmen ausgeführt wurden. Dieser Rahmen bestand aus dem Errichten eines bestimmten Hintergrundes und das Tragen bestimmter Kleidung während der Durchführung, sowie dem Erzeugen von Performativität durch das Filmen der Tätigkeit. Dadurch entstand ein Raum in dem Reflexion und Beobachtungen stattfinden konnten, die immer wieder zu neuen Erkenntnissen geführt haben. Die maximal analoge Technik war das Häkeln, darauf folgt das Stricken an einer Haushaltsmaschine mit Lochkartensystem, daraufhin das 3D Drucken und als maximal digitale Technik das Programmieren.


Was wäre beinahe schief gegangen?

Die prozessorientierte Herangehensweise ohne konkretes Ziel war phasenweise herausfordernd. Bis kurz vor Ende war nicht klar, ob es ein Ergebnis geben würde und wie dieses aussehen könnte.

Womit bist du sehr zufrieden?

Trotz der herausfordernden Ungewissheit, die aus meiner prozessorientierten Arbeitsweise resultierte, war es eine sehr interessante Erfahrung, von Erkenntnis zu Erkenntnis vorzustoßen und dabei immer neue Verknüpfungen herzustellen. Außerdem hat es mir gefallen, neue Techniken zu erlernen und über praktisch gestalterische Arbeit, Selbstbeobachtung und Reflexion zu ebendiesen Erkenntnissen zu gelangen. Darüber hinaus bin ich sehr dankbar für die unterstützende Begleitung meiner Prüfer:innen.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Ich würde gerne nach einer kleinen Orientierungs-Pause einen Master anschließen.

Bachelor Modedesign

Prof. Dr. Anke Haarmann

Prof. Jürgen Frisch

Wiebke Wenker

wiebke@wwenker.de @wwiebke