Véronique Parisé

Eine lebendige Kooperation

«Bokashi» stammt aus dem Japanischen und beschreibt einen Prozess, bei dem organisches Material durch die Zugabe von Effektiven Mikroorganismen (EM) fermentiert wird. Véronique Parisé baut diese Methode in ihren komplexen Designprozess ein: innerhalb ihrer gestalterischen Arbeit zeigt sie die Realisierung einer Kooperation zwischen Nicht-Menschlichem und Menschlichem. Zusammen kommen hier Kooperationspartner:innen, die gemeinsam gestalten, aber zwei getrennten Komplexen entstammen. Auf der einen Seite der engere Komplex, bestehend aus textiler Oberfläche, effektiven Mikroorganismen und Bioabfall. Auf der anderen Seite der weitere Komplex, bestehend aus den menschlichen Einrichtungen als Quelle des Bioabfalls, Véronique als Gestalterin und schließlich der Bokashi-Methode als praktische Seite der von ihr entwickelten Designmethode.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Die Idee stammt aus einer zufälligen oder vielleicht auch von Nicht-Menschlichem aufgeforderten Entdeckung aus einer Neugierde heraus. Bei welcher Spuren einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit auf einer textilen Oberfläche sichtbar wurde.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Meine Nerven zu behalten...

Wer oder was hat dich inspiriert?

Das Ungewöhnliche und das vermeintlich Gewöhnliche.

Womit bist du sehr zufrieden?

Mit dem engeren Komplex der Kooperation, welcher die textile Oberflächen in unerarwarteter Weise gestaltet hat.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Nach dem Studium werden die Borkenkäfer als potenzielle GestalterInnen im Master erforscht.

Bachelor Textildesign

Prof. Dr. Anke Haarmann

Prof. Gabriele Basch

Véronique Parisé

vero.parise@web.de