Pia Osterloh

100 Posters

100 Plakate, 100 Ideen, 100 kreative Prozesse und die Frage: Wie funktioniert das mit der Kreativität, wollte Pia Osterloh wissen. Aus ihrer Unsicherheit heraus, als Designerin möglicherweise nicht gut genug zu sein und den Erwartungen, auf Knopfdruck gute Ideen zu entwickeln, nicht gerecht zu werden, entstand ihre Idee für die Abschlussarbeit. In dieser Art experimentellen Ideentrainings standen Produktivität und Schnelligkeit im Fokus: Jedes Plakat entstand innerhalb eines einzigen Tages, sodass der Reiz darin lag, jeden Tag ein neues weißes Blatt mit neuen Möglichkeiten vor sich zu haben. Inspiriert von Alltagsbeobachtungen entstanden auf diesem Weg 100, größtenteils animierte Plakate, die mit Humor auf das Leben schauen. In Form einer digitalen, bewegten Plakatwand sind sie auf dieser Website zu sehen: www.Imade100posters.com


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Seit Beginn des Studiums hatte ich immer wieder mit kreativer Unsicherheit zu kämpfen und Zweifel, ob ich den Erwartungen an mich als Designerin überhaupt gerecht werden kann. Ich hatte ein Bedürfnis nach kreativer Übung und erkannte, dass das ein Weg sein könnte, die Unsicherheit zu bekämpfen. Inspiriert von zahlreichen «Poster-A-Day-Projects» auf Instagram, startete ich dann mein eigenes Plakatprojekt.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Zwischenzeitlich hatte ich immer wieder Phasen der totalen Leere im Kopf. Ich dachte, mir würde nie wieder etwas einfallen. Kurz vor Schluss war ich mir sicher, dass ich die 100 nicht mehr schaffe, aber von irgendwoher kam dann doch noch neue Energie für die letzten Plakate.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Mich inspirieren Alltagsbeobachtungen, in denen häufig viel Witz und Ironie steckt. Sie erscheinen oft belanglos, machen am Ende aber einen Großteil unseres Lebens aus. Das finde ich spannend. Am liebsten sitze ich stundenlang in Cafés und beobachte Menschen. Gestalterisch schaue ich mir gerne Dinge bei anderen zeitgenössischen Künstler:innen und Designer:innen ab, lasse sie in meine Arbeiten einfließen und entwickle so meinen Stil weiter.

Womit bist du sehr zufrieden?

Ich bin stolz darauf, dass ich es wirklich durchgezogen habe, 100 Plakate zu gestalten. Ich habe viel ausprobiert. Das Projekt hat mir auch noch mal gezeigt, was mir wirklich Spaß macht und in welcher Richtung ich zukünftig arbeiten möchte. Toll war auch, dass sich durch die laufende Veröffentlichung der Plakate auf Instagram viele neue Kontakte und sogar auch Jobs ergeben haben.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Ich arbeite seit dem Abschluss als freiberufliche Designerin und möchte mich in Zukunft vor allem auf Motion Design/Animation und Illustration konzentrieren.

Bachelor Kommunikationsdesign

Prof. Heike Grebin

Prof. Dr. Alice Lagaay

Pia Osterloh

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