Philippa Sielck

Portrait

In ihrer Bachelorarbeit beschäftigt sich Philippa Sielck mit den Persönlichkeiten ihr nahstehender Menschen und macht sie in Form von Teppichen und mit Hilfe von Symbolen sichtbar. Vorab bat sie die Beteiligten, Kleider und Textilien auszusortieren und ihr als Alttextilien zu überlassen. Aus diesen schnitt Philippa lange Streifen, welche sie als Schuss- und Knüpffäden verwendete. Sobald alle Textilien bereit für die Verarbeitung waren, führte sie mit der jeweiligen Person ein kleines Interview. Darauf basierend und ihrem eigenen Bild passte sie das Design des Teppichs sowie die Technik an: knüpfen oder weben. Ihre Inspirationsquelle waren die Boucherouite-Teppiche, eine Form der Berber-Teppiche marokkanischer Landesstämme. Die ursprünglichen Berber-Teppiche wurden aus alten Textilien der Landesstämme hergestellt, da sie meist in sehr armen Verhältnissen lebten und sich keine Wolle leisten konnten. Dieser Umstand verwandelte jeden einzelnen dieser Teppiche in ein Kunstwerk mit einer ganz eigenen Identität. Auch für Philippa war das Design vorab nicht planbar, weil sie nicht wissen konnte, mit welchen Materialien und Farben sie arbeiten würde.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Die Inspiration ist eine Mischung aus einer bestimmten Art des Berber-Teppichs, dem Boucherouite, der porträthaften Darstellung eines Menschen und dem Gedanken, alte Textilien neu zu verwenden.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Beim Druck der Thesis hatte ich die Datei falsch angelegt, hatte aber glücklicherweise einen Tag Puffer eingeplant.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Erik Speer, Vanessa Barragão und Alexej von Jawlenksy

Womit bist du sehr zufrieden?

Mit den fertigen Teppichen.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Ich mache eine Ausbildung zur Raumausstatterin.

Bachelor Textildesign

Prof. Gabriele Basch

Prof. Jürgen Frisch

Philippa Sielck

pippasielck96@gmail.com @doodle._art