Nina Büscher

Denkspirale – eine grafische Visualisierung

Nina Büscher wählt für ihre Arbeit als Ausgangspunkt das Buch «Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft» von Thomas Bernhard. Die Lektüre hinterließ bei ihr den tiefen Eindruck von Pauls Andersartigkeit. Er dachte komplex und fürchtete Normalität. Er war feinfühlig und verurteilte doch permanent. Er bestand auf seine persönliche Wahrheit und war in sich selbst gefangen. Von seinen Ärzten als geisteskrank diagnostiziert, wurde seine Genialität nicht gesehen. In der Auseinandersetzung mit diesem Text entstand eine Abfolge von 97 Radierungen zum Thema Denkspirale. Ihr Arbeitsprozess war fließend, intuitiv die aufkommenden Gefühle grafisch visualisierend. Pauls Einzigartigkeit übersetzt in die Drucktechnik: bei der Monotypie kann nur ein einzelnes Exemplar gedruckt werden. Jeder einzelne Druck ist eine Momentaufnahme, die sich nicht replizieren lässt.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Im vierten Semester habe ich mich mit dem Thema mentaler Gesundheit befasst. Experimentierend, beobachtend sowie mit Humor sind mehrere Plakatreihen entstanden, die sich mit den Themen „Die innere Balance finden“ und „Den Stirnraum entspannen“ auseinandersetzen. Bei weiterer Recherche bin ich auf das Buch von Thomas Bernhard gestoßen.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Das Buch „Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft“ von Thomas Bernhard und der von mir ausgewählte Textauszug.

Womit bist du sehr zufrieden?

Sehr zufrieden bin ich mit meinem gewählten Medium der Radierung anhand der Monotypie sowie mit meinem Schaffensprozess. Für mich ist eine neue Art des Arbeitens entstanden, welche ich weiter fortführen werde.

Bachelor Kommunikationsdesign

Prof. Ellen Sturm-Loeding

Prof. Gesa Lange

Nina Büscher

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