Madeleine Palm

Crusta Nova

Die Abschlussarbeit von Madeleine Palm ist eine Videocollage, die sich mit dem Thema der Garnelen-Produktion auseinandersetzt. Madeleine beleuchtet entlang dieses Themas Aspekte der globalen Nahrungsmittelproduktion und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur und dem technologischen Fortschritt. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Konstruktion einer surrealistischen Collage, die eine Kombination aus Erzeugnissen der Wirklichkeit und eigenen assoziativen Bildwelten darstellt. Die Garnelen-Produktion ist zwar ein kontroverses Thema, hat aber auf den ersten Blick recht wenig mit der künstlerischen Praxis der surrealistischen und dadaistischen Videocollage zu tun. Genau aus diesem Grund sah Madeleine in der Kombination des Themas mit der Technik der Videocollage ein spannendes Experiment. Die Absurdität des alltäglichen Lebens wird für sie an diesem Beispiel besonders deutlich: Die Garnele steht exemplarisch für ein Tier, das durch einen hoch globalisierten, industrialisierten und technologisierten Produktionsprozess zum Nahrungsmittel wurde. Bei diesem Prozess stehen wirtschaftliche Interessen über dem Wohlergehen von Tier und Mensch. Für Madeleine schließen sich unmittelbar ethische Fragen über die Produktion und den Konsum von Lebensmitteln, Tieren und unserem Verhältnis zur Natur an. Die automatisierte Überwachung von Tieren und Arbeiter:innen, zur Verbesserung der Produktionsprozesse und Steigerung der Erträge, sieht sie auch als Metapher für grundsätzliche Themen der Überwachung, Kontrolle, Konsum und Produktion.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Bei der Recherche bin ich im Internet auf Spirit Animal – Traumdeutungsseiten gestoßen. Unter anderem wurden dort auch Träume über Garnelen analysiert und gedeutet. So bin ich auf das Thema der Garnelenproduktion aufmerksam geworden.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Das Rendern der Animationen.

Wer oder was hat dich inspiriert?

„Die Welt der Garnelen“, künstlerische Arbeiten von zum Beispiel Mika Rottenberg, Will Benedict & Steffen Jørgensen.

Womit bist du sehr zufrieden?

Mit der tollen Zusammenarbeit aller Beteiligten: Laura Levin, mit der ich die Animation entwickelt habe. Jannik Schießwohl, der das Sound Design entwickelt hat. Lorenz Nolting und Greta Ebling als Sprecher:innen, sowie die Unterstützung meiner Professorinnen Anke Haarmann und Almut Schneider.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Neben der Arbeit mache ich freie Projekte. Perspektivisch würde ich gerne noch meinen Master machen.

Bachelor Kommunikationsdesign

Prof. Dr. Anke Haarmann

Prof. Almut Schneider

Madeleine Palm

madeleine.palm@live.de @_madeleinepalm