Luisa Striepe

Livelyhood – holistic fashion

In ihrer Bachelorarbeit beschäftigt sich Luisa Striepe theoretisch und praktisch mit dem Thema der Wertigkeit von Kleidungsstücken. Dafür durchläuft sie den Prozess von der Herstellung eines Webstuhls bis zur Produktion eines Kleidungsstückes, um herauszufinden, ob die investierte Zeit Einfluss auf den Wert des Kleidungsstückes nimmt. Ihre Arbeit soll exemplarisch den Aufwand demonstrierten, der für die Herstellung eines Kleidungsstückes notwendig ist und ist verortet in der Slow Fashion Bewegung. Als ganzheitlicher Ansatz ist es weit mehr als nur der Gegenpart der Fast Fashion Bewegung. In ihrem Fokus stehen langfristige Aspekte der Nachhaltigkeit wie zum Beispiel die Verwendung von regionalen und recycelten Materialien, Stärkung handwerklicher Produkte und ganz allgemein weniger Konsum. Luisa verortet ihre praktische Arbeit in das Slow Living Konzept. Da das Einrichten eines Webstuhls viele sehr repetitive Arbeiten mit sich bringt, hat sie diese Handarbeiten zu einer Meditation ritualisiert statt in ihnen eine lästige Notwendigkeit zu sehen. Während sie beispielsweise Fäden einzog, hörte sie einen Podcast über Kreativität und hielt neue Ideen direkt in einem Notizbuch fest. Für sie entstand so ein ganzheitlicher Prozess aus körperlicher und geistiger Arbeit.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Für meine Abschlussarbeit habe ich mit Andreas Möller von der Weberei Hamburg zusammengearbeitet, der seine Webstühle als Social Design Project in Entwicklungsländer bringt, um Menschen zur Arbeit zu verhelfen.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Während meiner Arbeit bin ich immer wieder auf Hindernisse gestoßen, die es zu überwinden galt: Viele der Teile, die ich genutzt habe, musste ich mir erst selbst ausdenken und als 3D-Objekt modellieren und drucken. Hat aber alles geklappt.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Alle handwerklich arbeitenden Künstler, die selbstständig ihren Lebensunterhalt bestreiten – darauf arbeite ich hin.

Womit bist du sehr zufrieden?

Ich habe mir mein eigenes Arbeitsgerät geschaffen, das ich noch lange verwenden kann und dabei nicht nur Fähigkeiten aus meinem eigenen Fachbereich angewendet, sondern auch viel über Konstruktion und Holzverarbeitung gelernt.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Ich fange nun mein Masterstudium an und baue meine Selbstständigkeit weiter aus.

Bachelor Textildesign

Prof. Jürgen Frisch

Prof. Ellen Sturm-Loeding


Luisa Striepe

kalavisva.design@gmail.com @kalavisva.design