Julika Hother

Hybrid Format

Hybrid bezeichnet etwas Zusammengesetztes. Wir leben in einer Welt, in der sich virtuelle und physische Räume überlagern und so eine «hybride Realität» formen. Die Bachelorarbeit von Alexandra Vögtle und Julika Hother geht der Frage nach, inwiefern sich diese neue Realität auf den menschlichen Körper auswirkt. Gleichzeitig untersucht sie bei der Umsetzung ihrer Arbeit, wie Print und digital kombiniert werden können zu einem «hybriden Format». Digitale Medien schaffen virtuelle Welten, in denen Körperbilder entworfen und Möglichkeitsräume für diverse Körperbilder geboten werden. Zugleich stellen sie Räume dar, die Körpernormen und Schönheitsideale vermitteln und reproduzieren sowie Körper kategorisieren. Die beiden Designer:innen hinterfragen in diesem Zusammenhang kritisch die Themen Körperverständnis und Körperlichkeit. Sie setzen sich mit theoretischen und künstlerischen Positionen auseinander, vollziehen Experimente zur Überlagerung des physischen und virtuellen Körpers und führen Interviews mit Expert:innen und Künstler:innen. Ihre Erkenntnisse und Überlegungen lassen sie in einem Printformat zusammenfließen. Das begleitende Digital-Format erweitert das Heft um eine interaktive Komponente. Sie zeigt eine dreidimensionale virtuelle Körperlandschaft, die über eine Website zugänglich ist. Sie setzt sich aus visuellen und auditiven Fragmenten zusammen und bildet eine utopische Sphäre, die den Diskurs, wie Körper in Zukunft gesehen und gedacht werden sollen, weiter in den Raum trägt. Zu sehen: www.hybrid-format.com


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Ein Blockseminar zu Virtual Reality hat das Interesse geweckt, uns mit Körpererfahrungen zwischen physischer und virtueller Realität auseinander zu setzen. Durch das Experimentieren mit dem Medium ist die Idee immer weiter gewachsen und es haben sich neue thematische Verdichtungen aufgetan.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Der gesiebdruckte Umschlag auf Folie, da das Material sehr schwer zu handhaben war, sowie das Programm Unity zu bezwingen.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Der Austausch und das gemeinsame Schaffen mit Alexandra Vögtle, sowie die Interviewpartner:innen waren sehr inspirierend.

Womit bist du sehr zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden durch die Auseinandersetzung viel Interessantes gelernt zu haben, inhaltlich sowie technisch. Bei der Umsetzung gefällt mir besonders die Haptik des Print-Produkts, die verschiedenen Formate, die wir mit viel Aufwand selber gebunden haben.

Weißt Du schon, wie es nach dem Studium weitergeht?

Ich mache meinen Master «Design and computation» an der UdK und TU Berlin.

Bachelor Kommunikationsdesign

Prof. Stefan Stefanescu

Prof. Dr. Anke Haarmann

Julika Hother

julika.hother@gmx.de julikahother.de @julika.h