Eilika Michels

Gestricktes Geschlecht

Eilika Michels beschäftigt sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Frage nach Geschlechtergrenzen innerhalb der Mode. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit den historischen Wurzeln zugewiesener Kleidung für Frauen und Männer folgt sie der Entwicklung bis in die 60ziger Jahre. Ihre praktische Arbeit ist eine eigene Strickkollektion. Die einzelnen Modelle zeigen die Auflösung der Grenzen, zum Beispiel der Pulli mit Achselhaar. Lange Zeit gehörten rasierte Achselhaare bei Frauen zur klassischen Schönheitsnorm. Eilika beobachtet, dass junge Frauen heutzutage auf das Rasieren verzichten oder sogar ihre Achselhaare bunt färben. So entstand ein Pulli mit der Intention, diesen Ort der Geschlechtergrenze ganz offensichtlich zu präsentieren: an einen grauen Pulli befestigte sie bunte, gehäkelte Schnüre. Andere Strick-Modelle ihrer Kollektion nehmen die klassische Farbzuweisung von blau für Männer und pink für Frauen auf. Der Pulli hat zwei Seiten und die Mütze eine Seite mit kurzen blauen Fäden und eine mit langen rosafarbenen Fäden. Die gestrickten Handschuhe hingegen sind schwarz mit gestrickten roten Fingernägeln.


Woher stammt die Idee für deine Abschlussarbeit?

Die Idee über Geschlecht und Mode zu schreiben, entstand durch die Teilnahme an einem Theoriekurs.

Was wäre beinahe schief gegangen?

Meine Zeiteinteilung.

Wer oder was hat dich inspiriert?

Jacqueline Loekito, Alessandro Michele, Instagram und Pinterest.

Womit bist du sehr zufrieden?

Ich bin mit allem sehr zufrieden, besonders aber mit meiner Praxisarbeit und den Fotos.

Bachelor Textildesign

Prof. Jürgen Frisch

Prof. Ellen Sturm-Loeding

Eilika Michels

eilika.michels@web.de @fancyflamingoo